Vielleicht haben Sie jetzt einen Artikel erwartet, der Ihnen die Ausbildungen eines exzellenten Physiotherapeuten auflistet? Allerdings ist gute Physiotherapie mehr als was der Physiotherapeut macht. Für den Therapieerfolg sind vor allem Ihre Gedanken – Ihr Mindset wichtig. Lesen Sie in diesem Beitrag, warum.

Wie funktioniert gute Physiotherapie?

Natürlich ist es wichtig, ob Sie auf einen qualifizierten Experten treffen. Doch Sie können auf die am besten ausgebildete Person treffen. Wenn Ihre Gedanken der Physiotherapie gegenüber “nicht stimmen”, hilft das nichts. Was meine ich denn damit? Entsprechend Ihrer Gedanken wird auch das Ergebnis der Therapie sein. Nicht hilfreiche Gedanken in der Physiotherapie könnten sein:

  • Ich muss nichts selbst zum Therapieerfolg beitragen.
  • Die Physiotherapeutin wird mich heilen.
  • Meine Schmerzen gehören eben zu mir.
  • Auch meine Mutter hat diese Probleme.
  • Meine Diagnose ist einfach schrecklich.

Dazu möchte ich anmerken, dass diese negativen Gedanken den Therapieerfolg behindern. Somit können wir Ihre (chronischen) Schmerzen nicht erfolgreich langfristig behandeln. Damit Sie besser verstehen, was ich meine:

  • Sie selbst sind der wichtigste Part in der Physiotherapie.
  • Physiotherapeuten können Sie unterstützen, sind aber keine Wunderheiler.
  • Schmerzen sind da, um uns auf etwas hinzuweisen und müssen keine lebenslangen Begleiter sein.
  • Egal, welche Beschwerden Ihre Familie hat, Sie sind ein Individuum.
  • Diagnosen sind Momentaufnahmen. Damit kann man jedoch arbeiten.

Was macht einen guten Physiotherapeuten aus?

Demnach ist eine gute Physiotherapie ganzheitlich ausgerichtet. Wenn Sie zu mir kommen, betrachten wir Ihre Schmerzen von allen Seiten. Wir schauen uns die körperlichen, mentalen und emotionalen Aspekte Ihrer Beschwerden an. Denn ein physischer, chronischer Schmerz kommt nicht ohne emotionalen Hintergrund. Ausserdem kommt eine Besserung der Symptome nicht ohne eine Veränderung des Lebensstils.

Schliesslich hat irgendwas an Ihrem Lebensstil Ihre körperlichen Probleme verursacht oder Sie aufrechterhalten. Erstens müssen Sie wollen. Zweitens müssen Sie sich auf die Physiotherapie einlassen. Drittens müssen Sie krankmachende Aspekte in Ihrem Leben ändern.

In meiner Physiotherapiepraxis in Solothurn arbeite ich mit unterschiedlichen Methoden. Dazu gehört unter anderem EFT (Emotional Freedom Technique). Denn mir ist wichtig, dass die Leute verstehen, wie wichtig die emotionale Komponente ist. Sie ist genauso wichtig, wie die körperliche Seite von Schmerzen. Wenn nicht sogar wichtiger.

Dementsprechend ist eine gute Physiotherapie so gut, wie Ihre eigene Einstellung zum Schmerz. Natürlich müssen Sie auch einen kompetenten Physiotherapeuten finden, der Ihnen sympathisch ist. Um langfristige Therapieerfolge zu erzielen, sind unter anderem zwei Aspekte eine wichtige Basis. Einerseits, dass Ihr Therapeut gut ausgebildet ist und ganzheitlich arbeitet. Andererseits, dass Sie selbst aktiv mitwirken. Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Was ist meine Einstellung zum Schmerz?
  • Möchte ich wirklich etwas an der Situation ändern?
  • Was bedeutet Physiotherapie für mich?
  • Machen mir die Übungen Spass?
  • Bin ich offen für neue Lösungsansätze?

Stellen Sie sich diese Fragen – stellen Sie sich diesen Fragen. Dadurch sollte Ihnen klarer werden, was Sie wirklich über Ihre Schmerzen denken. Sofern Ihre Gedanken negativ sind, können Sie etwas daran ändern. Dementsprechend wird sich auch Ihr Behandlungserfolg der Schmerzen verändern.

Was bewirkt gute Physiotherapie?

Gute Physiotherapie bewirkt, dass Sie Ihre Schmerzen langfristig “loswerden”. Da ich mir auch die Emotionen hinter den körperlichen Beschwerden anschaue, arbeite ich gerne mit EFT. Was ist EFT?

Bei EFT geht man davon aus, dass es zu psychischen oder körperlichen Problemen kommt, wenn der Energiefluss im Körper gestört ist. Nachdem wir etwa belastende Ereignisse erlebt haben, kommt es zu Energieblockaden. Welche sich wiederum als Emotion oder Schmerz im Körper zeigen. Dabei handelt es sich um eine sanfte Form der Klopf-Akupressur. Kurz gesagt, werden bestimmte Punkte am Körper beklopft, um die Energie wieder zum fliessen zu bringen.

Beispiel für EFT in der Physiotherapie

Wie kann EFT in der Physiotherapie angewandt werden? Gehen wir davon aus, dass eine chronische Schmerzpatientin zu mir kommt. Seit über 20 Jahren hat sie Schulterschmerzen. Über die Jahre hat sie sich an die starken Schmerzen gewöhnt. Ausserdem gilt in Ihrer Familie der Glaubenssatz: “Was Dich nicht umbringt, macht Dich noch härter.” Darüber hinaus bekommt sie so Mitleid und Aufmerksamkeit.

Die Dame hat also gelernt, mit ihrem Schmerz zu leben. Natürlich hat sie immer wieder versucht, sich Diagnosen bei Ärzten einzuholen. Doch diese haben keine organische Ursache gefunden. Irgendwann hat meine Patientin resigniert. Sie hat gelernt, mit ihren Schulterschmerzen zu leben. Im Rahmen der EFT-Sitzung hat sich jedoch schnell herausgestellt, woher ihre Schulterschmerzen kommen.

Denn, es hat sich beim EFT-Klopfen herausgestellt, dass sie diese seit einer bestimmten Zeit hat. Nachdem eine geliebte Freundin von ihr gestorben ist. Seitdem hat sie diese körperlichen Beschwerden. Ihr Körper hat zu ihr gesprochen. Jedoch konnte sie ihn all die Jahre nicht richtig verstehen. Zusätzlich ist sie in ihrem Umfeld “die Arme mit den unheilbaren Schulterschmerzen.”

In meiner Physiopraxis in Solothurn gehen wir Probleme ganzheitlich an. Danach werden Sie:

  • Den Grund für Ihre Beschwerden kennen
  • Neue Erkenntnisse haben
  • Lebensgewohnheiten ändern können
  • Neue Verhaltensmuster anwenden
  • Befreit von altem Ballast sein

Dies sind keine Heilversprechen meinerseits. Vielmehr ist das ein möglicher Therapieerfolg für Sie, wenn Sie aktiv mitwirken. Das heisst, wenn Sie wirklich etwas an Ihrem Leid ändern wollen. Lassen Sie uns schauen, was dauerhafte Schmerzen bestärkt.

Ursachen für chronische Schmerzen

Alles, was ich Ihnen jetzt erkläre, können Sie auch auf andere chronische Schmerzen übertragen. Der Einfachheit halber nehmen wir als Beispiel chronische Rückenschmerzen. Damit sie dauerhaft Schmerzen im Rücken haben, spielen viele Faktoren zusammen. Beispielsweise:

  • Einseitige Belastung
  • Bewegungsmangel
  • Gelernte Bewegungsabläufe
  • Stressfaktoren im Leben
  • Familiäre Veranlagung
  • Ernährung, etc.

Einseitige Belastung

In vielen Jobs nehmen wir eine ungesunde Körperhaltung ein. Daraus folgt etwa ein krummer Rücken oder vorgezogene Schultern. Auch, wenn man beispielsweise regelmässig nur eine Körperseite belastet, ist das schlecht für unseren Körper.

Gelernte Bewegungsabläufe

Unsere Eltern haben nicht nur unsere Persönlichkeit geformt. Darüber hinaus gibt es auch familieninterne Bewegungsabläufe. Bereits früh haben wir gelernt, wie man bestimmte Bewegungsabläufe macht und verinnerlicht.

Stresfaktoren im Leben

Stress ist einerseits eine innere Einstellung. Andererseits gibt es aber auch Lebenssituationen, die uns dauerhaft stressen. Dann wird die chronische Belastung toxisch und wirkt sich auf unseren Körper aus. Dies zeigt sich dann als körperlicher Schmerz.

Familiäre Veranlagung

In diesem Zusammenhang meine ich weniger die Genetik. Vielmehr meine ich innere Überzeugungen. Beispielsweise: “Schon mein Vater hatte immer Schmerzen im Genick. Deshalb ist es klar, dass ich die auch habe.” Wir sind nicht eine Kopie unserer Eltern.

Gute Physiotherapie: Was kann ich selbst tun?

Hinter jeder guten Physiotherapie steht eine Kombination aus Körper, Geist und Emotionen. Vor jeder Behandlung sollten Sie sich mit Ihrem Mindset auseinandersetzen. Was bedeutet das? Wir denken täglich. Häufig jedoch unbewusst. Damit sich wirklich etwas ändern kann, schauen wir uns auch gemeinsam an:

  • Was sind Ihre Gedanken?
  • Welche Glaubenssätze haben Sie?
  • Was sind Ihre Gewohnheiten?

Beispiele für negative Gedanken (bezogen auf Rückenschmerzen):

“Ich werde mit dem Schmerz leben müssen.” “Mir kann niemand helfen.” “Meine Rückenschmerzen sind eben mein Schicksal.”

Beispiele für positive Gedanken:

“Ich finde eine Lösung gegen meine Rückenschmerzen.” “Auch für mich gibt es die richtige Unterstützung.” “Ab heute mache ich aktiv etwas gegen meine Rückenbeschwerden.”

Mögliche negative Glaubenssätze:

“Ich bin nichts wert.” “Das habe ich verdient.” “Klar, dass das wieder einmal mir passieren muss.”

Mögliche positive Glaubenssätze:

“Ich schätze und achte meinen Körper.” “Mein Körper will mir durch die Schmerzen etwas mitteilen.” “Mein Leben wird sich positiv verändern.”

Viele Glaubenssätze sind durch unsere Herkunftsfamilie geprägt. Innerhalb von Familien gibt es oft Glaubenssätze, die sogar Generationen zurückreichen. Nicht selten entstehen daraus sogar Körperhaltungen, chronische Schmerzen und andere Probleme. Beispiel: Gebückte Haltung.

Beispiele für negative Gewohnheiten

In allem das Schlechte sehen, Bewegung als Belastung empfinden, Essen als Emotionsregulation verwenden.

Beispiele für positive Gewohnheiten

Situationen von mehreren Seiten betrachten, Bewegung im Alltag integrieren, seinem Körper Nahrungsmittel bewusst zuführen.

Wie Sie vielleicht erkennen können, sind auch unsere Gewohnheiten antrainiert. Die gute Nachricht: Alles, was wir gelernt haben, können wir auch wieder verlernen.

Abschliessendes Fazit zum Thema gute Physiotherapie

Zusammengefasst kann ich sagen, dass gute Physiotherapie für mich mehr ist als Massagen und Übungen. Denn Übungen können Sie auch im Internet nachschauen. Damit möchte ich nicht sagen, dass sie unwichtig sind. Vielmehr möchte ich damit verdeutlichen, dass sie nur ein Teil des Puzzles in der physiotherapeutischen Behandlung sind. Kontaktieren Sie mich gerne, wenn Sie sich für eine ganzheitliche Behandlung interessieren.

Auf Ihre Kontaktaufnahme freue ich mich!