Schmerz lass nach - chronische Schmerzen mit EFT behandeln

Insgesamt sind in der Schweiz rund 1,5 Millionen Menschen von körperlichen Beschwerden betroffen. Bei 39 Prozent ist der Schmerz chronisch. 35 Prozent tut täglich etwas weh, 26 Prozent mehrmals pro Woche. Menschen plagen sich im Durchschnitt fast 8 Jahre mit ihrem Leid. Es gibt eine einfache Methode gegen chronische Schmerzen: EFT-Klopfakupressur. Mehr dazu in diesem Artikel.

Was sind chronische Schmerzen?

Grundsätzlich gibt es in unserem Organismus Schmerzrezeptoren. Im Falle einer körperlichen Schädigung durch einen Reiz, der eine bestimmte Schwelle übersteigt, reagieren diese Rezeptoren. Folglich übertragen sie die Schmerzinformation via Nervenbahn über das Rückenmark ins Gehirn. Uns schmerzt dann die entsprechende Körperregion.

Neben dem akuten somatischen Schmerz gibt es in der Medizin auch noch den nozizeptiven und den neuropathischen chronischen Schmerz.

Nozizeptive chronische Schmerzen

Der Grossteil zählt zu den nozizeptiven chronischen Beschwerden. Sie sind ein Resultat aus Verletzungen oder Schädigungen. Konkret von etwa Muskeln, Gewebe, Knochen oder inneren Organen. Im weiteren Verlauf senden die Nervenzellen permanent Signale ans Gehirn. Beispielsweise zeigen sich nozizeptive chronische Schmerzen durch Kopfschmerzen, Rückenschmerzen oder rheumatoide Arthritis.

Neuropathische chronische Schmerzen

Unter neuropathischen Beschwerden versteht man die Folge davon, wenn periphere Nerven beschädigt oder unterbrochen sind. Dabei senden die geschädigten Nervenstränge immer wieder spontan von der ursprünglichen Verletzung Signale ans Gehirn. Dies ist zum Beispiel bei Multipler Sklerose, Muskelschwund, Parkinson oder Spinalkanalstenose der Fall. Auch Phantomschmerzen zählen dazu.

Selbst, wenn er uns manchmal wütend oder verzweifelt macht: Körperlicher Schmerz ist ein wichtiges Signal für unser Wohlbefinden. Denn er zeigt uns auf, dass etwas nicht stimmt. Somit ist unser Schmerzsystem wie eine Alarmanlage.

Wie entstehen chronische Schmerzen?

Zur Schmerzentstehung gibt es eine Theorie von Dr. Ron Melzack und Dr. Patrick Wall. Die beiden stellten die „Gate-Control-Theory“ auf. Diese besagt, dass es im Rückenmark Kontrollschranken gibt. Sie entscheiden, ob ein Schmerzsignal ins Gehirn darf oder nicht. Somit klären sie die Frage, ob es sich bei der Information um eine Bedrohung oder ein neutrales Signal handelt.

Was bedeutet das? Wenn wir einem Schmerz bedrohliche Bedeutung schenken, nehmen wir ihn auch so wahr.

Chronische Schmerzen können keinem eindeutigen Auslöser zugeschrieben werden. Sie stehen nicht mehr in Zusammenhang mit der ursprünglichen Schädigung. Während akute Schmerzen ein Warnsignal sind, haben chronische diese Bedeutung verloren. Sie können als eigenständige Erkrankung betrachtet werden, die unser Schmerzgedächtnis füttert.

Belastende emotionale Ereignisse können ebenfalls zu chronischen Schmerzen führen. Unser Gehirn kann nicht zwischen emotionalen und körperlichen Ereignissen unterscheiden. Chronische Schmerzpatienten, die in meine Physiopraxis in Solothurn kommen, haben oft etwas gemeinsam. An ihrem Leiden sind schmerzhafte Stresserlebnisse massgeblich beteiligt. Dies kann bis in die Kindheit zurückreichen.

Am Kaiser Permanence Hospital in San Diego konnte eine 5-jährige Studie spannende Ergebnisse liefern. In diesem Zusammenhang zeigte sich, dass familiäre Stresserfahrungen im Kindheitsalter negative Auswirkungen hatten, auf:

  • Wohlbefinden
  • Lebenserwartung und
  • Gesundheit

Gedanken über Schmerzen

Klarerweise ist es nicht angenehm, wenn andauernd etwas schmerzt. Jedoch sind Sie es selbst, der entscheidet, ob Sie etwas Aufmerksamkeit schenken. Weiters sind Ihre Gedanken wichtig. Wir tendieren dazu, bei chronischen Schmerzen negative Gedankenmuster zu entwickeln. Beispielsweise: „Wie lange soll ich denn noch leiden?“, „Was, wenn das nie mehr aufhört“?

Was Sie gleich umsetzen können, ist das Stoppen negativer Gedanken und Glaubenssätze. Lenken Sie Ihren Fokus auf das Positive, auf Dinge, die Sie wollen. Und das ist bestimmt nicht Leid und Pein.

Wie chronische Schmerzen behandeln?

Eines vorweg: Die richtige Behandlung bei chronischem Schmerz beginnt im Kopf. Warum sage ich das als Physiotherapeutin? Ich zähle Ihnen ein paar Fakten zu andauernden körperlichen Beschwerden und Behandlungsmöglichkeiten auf:

  • Haben Sie schon seit längerem chronische Schmerzen? Dann haben Sie irgendwann die Verbindung zu Ihrem Körper verloren. Damit die Schmerzheilung dauerhaft ist, brauchen Sie eine liebevolle Beziehung zu ihm. Nur so kann er die notwendigen Selbstheilungskräfte aktivieren.
  • Für Heilung müssen Sie liebevoll mit ihm umgehen. Ihn nur als Schmerzverursacher wahrzunehmen und sich mit Schmerzmitteln zu betäuben, macht Sie nicht beschwerdefrei.
  • Chronische Schmerzen bedeutet auch, dass Ihr Bewusstsein die Kontrolle über den Körper abgegeben hat. Umso wichtiger sind bei der Selbstheilung Ihre Gedanken und Ihre Überzeugungen.

Aufdeckende Verfahren zur Schmerzbehandlung

Aufdeckende Verfahren gehören zur Energetischen Psychologie. Diese wiederum konzentrieren sich bei der Behandlung von Schmerzen auf das Energiesystem. EFT (Emotional Freedom Techniques) ist eine davon. In meiner Physiopraxis in Solothurn arbeite ich häufig mit dieser Methode. Wir gehen prozessorientiert vor. Das bedeutet, Sie bestimmen, mit welchen Informationen wir arbeiten. Ich begleite als EFT-Coach nur das Geschehen und mische mich nicht ein.

Als ganzheitlich arbeitende Physiotherapeutin werde ich Ihnen sagen, dass alles Energie ist. Chronische Schmerzen sind blockierende Gefühle und nicht verarbeitete Erlebnisse. Blockaden in uns machen uns (auf Dauer) krank. Genau hier setzen aufdeckende Verfahren an.

Ergebnisse einer Studie des University Colleges London haben ergeben, dass Schmerzen um 60 Prozent reduziert werden können. Wann? Wenn die schmerzenden Körperstellen mit den eigenen Händen berührt werden.

Gleiche Effekte hat auch die Emotional Freedom Techniques. Hierbei werden die Akupunkturpunkte sanft beklopft, wodurch positive sensorische Informationen ans Rückenmark gesendet werden. So wird das Weiterleiten des Schmerzempfindens verhindert.

EFT-Klopfakupressur gegen chronische Schmerzen

Die EFT-Klopfakupressur wirkt immer gegen körperliches Leid. Gleich, ob Ihre Diagnose etwa Migräne, Bandscheibenvorfall, Karpaltunnel-Syndrom oder Psychosomatik lautet. Zudem ist es beim Tapping egal, wie lange und welches Körperareal Ihnen wehtut. Jede Erkrankung blockiert Ihre Lebensenergie und Ihre Selbstheilungskräfte. Mit EFT bringen Sie Ihre Energie wieder in Fluss.

Wie wende ich EFT an, um chronische Schmerzen behandeln zu können?

Während der EFT-Behandlung denkt mein Klient an den belastenden Auslöser. Dabei wird der Körper in einen Alarmzustand versetzt. Auf diese Art treten die schmerzhaften Erlebnisse wieder ins Bewusstsein. Indem wir bestimmte Akupunkturpunkte beklopfen, fliessen zusätzlich neuronale Signale ans Gehirn.

Über diesen Weg werden alte Verbindungen im Gehirn gelöscht und neue gebildet. EFT ist herrlich einfach, wirkt rasch und ist sicher.

Die 7 Schritte der Schmerzbehandlung mit EFT

  1. Bestimmung des Problems: Sie wählen das Thema, das Sie mit EFT behandeln möchten.
  2. Bewertung des Belastungsgrades vor der Behandlung: Sie sagen, wie stark Sie das Thema gerade belastet. Auf einer Skala von 0 bis 10.
  3. Energieübung: Durch eine kurze Atemübung kommen Sie wieder in Kontakt mit Ihrem Körper.
  4. Erste EFT-Behandlungsrunde: Anwendung des EFT-Grundrezepts.
  5. Zweite Behandlungsrunde: Anwendung des modifizierten Grundrezepts.
  6. Dritte Runde: Wir wenden die abschliessende Grundtechnik an.
  7. Bewertung des Belastungsgrades nach der EFT-Sitzung.

Angenommen, Sie haben chronische Rückenschmerzen und kommen mit Ihren Problemen in meine Physiopraxis in Solothurn. Wie würde die EFT-Anwendung aussehen?

Beispiel Anwendung EFT in Physiotherapie

Nachdem wir Ihr Anliegen besprochen haben, beginnen wir mit der Klopfakupressur. Während Sie z.B. sagen: „Auch, wenn ich diese Rückenschmerzen habe…“. Währenddessen beklopfen Sie 3-4-mal den Akupunkturpunkt an der Handkante. Danach an den Punkten am Gesicht und Körper und wiederholen dabei Ihren Satz.

Als Physiotherapeutin begleite ich Sie durch den gesamten Prozess. Sie müssen sich nur darauf einlassen. Wie eine EFT-Sitzung abläuft – darum müssen Sie sich nicht kümmern.

Durch den Klopfprozess entspannt sich Ihr Körper. Bei der Emotional Freedom Technique kommen Bilder hoch, die mit den chronischen Schmerzen in Verbindung stehen. Wenn ich merke, dass Sie gerade etwas beschäftigt, frage ich nach, was es ist.

Beispielsweise sagen Sie dann: „Eigenartig, ich sehe gerade vor mir, wie ich mit dem Auto diesen Fahrradfahrer ramme und er nun blutend am Boden liegt.“ Als EFT-Coach und Physiotherapeutin gehe ich dann weiter darauf ein. Folglich frage ich, wann dieses Ereignis war und seit wann Sie Ihre Rückenschmerzen haben. Dabei stellt sich oft heraus, dass Klienten auch körperlich leiden, seit Ihnen ein Trauma widerfahren ist.

Ich erkundige mich, was es in Ihnen auslöst, wenn diese inneren Bilder hochkommen. Beispielsweise ist die Antwort oft: „Es macht mich traurig“, während der Klient weint. Indem wir wissen, welche Gefühle hochkommen, können wir sie durch Tapping bearbeiten. Chronische Schmerzen können sich auflösen, wenn die energetische Blockade aufgelöst wird.

Genau das machen wir mit EFT – schonend und auf Distanz zu den Emotionen. Wir akzeptieren, was war, aber ändern Ihren Blick auf die Erlebnisse. Ausserdem lösen wir die Gefühle, die mit der Geschichte verbunden sind.

Wollen Sie sich umfassender informieren über EFT? Mein Mann – Peter Braesigke – hat ein kostenloses Webinar über EFT erstellt. Sie können sich mit folgendem Link anmelden. Zudem empfehle ich das Buch von Dr. Reto Wyss «Schmerz lass nach» (ISBN 978-3-03800-578-0 | AT Verlag)

Woran merke ich, dass EFT wirkt?

Anzeichen, dass EFT seine Wirkung zeigt, können vielfältig sein. Beispielsweise:

  • Gähnen
  • Seufzen
  • Veränderung der Atmung, Stimme oder Körperhaltung
  • Weinen
  • Entspannung im Körper
  • sinkender Blutdruck
  • Auftreten anderer, positiver Gedanken

Jedenfalls treten die positiven Effekte einer Klopfakupressur rasch ein.

Bearbeitung des mentalen Feldes

Möglicherweise sind Sie skeptisch und glauben nicht an eine Heilung. Auch hier gibt es eine Lösung. Wir wenden das Tapping an, während wir das mentale Feld bearbeiten. Indem Sie folgenden Satz sagen: „Auch wenn ich dieses Denken in mir habe, dass ich keine Heilung haben kann, liebe und akzeptiere ich mich voll und ganz.“ Beim Aussprechen dieses Satzes klopfen Sie 3-4-mal auf die Handkante.

Des Weiteren klopfen wir auch die Akupressur-Punkte am Kopf und Körper. Begleitet von dem Satz: „Auch, wenn ich die Überzeugung habe, dass es keine Heilung gibt…“. Solange, bis sich Ihr Glaubenssatz nicht mehr wie die Wahrheit anfühlt.

Zu Beginn nehmen Sie Ihren Glaubenssatz als bare Münze. Nach einigen EFT-Durchgängen wird sich dieser jedoch anders anspüren. Unser Ziel gegen Ihre chronischen Schmerzen ist es, dass wir diese innere Überzeugung von 100% auf z.B. 30% senken. So kann Heilung stattfinden und Ihre Selbstheilungskräfte aktiviert werden.

Fazit zum Thema chronische Schmerzen

In der Gesellschaft ist der Glaube weit verbreitet, dass chronische Schmerzen Teil des Alterns und Lebens sind. Vielmehr noch: Ein Grossteil der Menschen hat akzeptiert, dauerhaft zu leiden. Für mich unerklärlich, da es effiziente Methoden der Schmerzbehandlung gibt. EFT ist eine rasche und effektive Methode, bei der sie in entspanntem Zustand zur emotionalen Freiheit gelangen. Und dieser folgt auch die körperliche. Wenn Sie gerne mit mir an ihren Wohlbefinden arbeiten wollen, melden Sie sich gerne.

Auf Ihre Kontaktaufnahme freue ich mich!